Grundlagen des Feng Shui: Yin und Yang, Qi

Was ist Feng Shui?

Wörtlich Übersetzt bedeutet Feng Shui Wind und Wasser.
In alten Zeiten brauchten die Menschen Häuser oder auch Ortschaften die vor übermäßigen Winden (Stürme, Tornados) und Wassern (Regen, Überschwemmungen) schützten aber gleichzeitig genug Wasser und Wind boten um eine gute Ernte einfahren zu können.
Ein gut gewählter Standort konnte Reichtum und Wohlergehen bringen wohingegen ein schlecht gewählter Ort zu Krankheit und Armut führen konnte. Die Aufgabe diesen Ort auszuwählen unter lag einem studierten Mann dem sein Wissen in der Regel über Generationen von Vater zu Sohn oder von Meister zu Lehrling weitergegeben wurde. Begebenheiten wurden beobachtet, notiert und ausgewertet. Verschiedenen Formen, Richtungen, Bereiche wurden unterschiedlichen Sternen (Energien) mit unterschiedlichen Attributen zugeordnet. Je nachdem wie diese Energien zusammen trafen ergaben sich unterschiedliche Effekte, so das wir fast davon ausgehen können das Feng Shui einer Wahrscheinlichkeitsrechnung gleichkommt oder bzw. nahe kommt. Wenn Stern X und Stern Y zusammentreffen kann dieses oder jenes daraus resultieren.

Wenn wir hier von Energien und/oder Sternen reden meinen wir Qi, auch Chi geschrieben. Das Wort Qi im Chinesischem hat mehrere Bedeutungen. Luft, Energie, Geist und Glück. In Feng Shui bedeutet Qi all dies zusammen. Das Wort Energie kann nicht das Wort Qi ersetzen. Wenn wir von Energie reden meinen wir immer auch Luft, Geist und Glück.

In den letzten 6000 Jahren haben sich viele unterschiedliche Schulen, die sich mit Feng Shui befassen, gebildet. Im allgemeinen weisen diese Schulen nur zwei Grundlegende Gemeinsamkeiten auf. Zum einen ist dies die Formschule und zum anderen die Regeln der fünf Elemente im Wandlungszyklus.

Qi

Das Wort Qi (auch Chi geschrieben) im Chinesischem hat mehrere Bedeutungen.
Luft :die wir zum Leben brauchen
Energie : das magnetische Feld der Erde, Sonnenlicht, kosmische Strahlen, usw.
Geist : Unser Wille zu Überleben und uns weiter zu Entwickeln
Glück : Gutes oder schlechtes, dessen Existenz man fühlen aber nicht nachweisen kann.

In Feng Shui ist Qi eine Kombination aus allen vier Bedeutungen. Es wird auch als Vitale Energie oder Lebensenergie bezeichnet.
Qi ist in allem Vorhanden. Im Sonnenlicht, im Wasser in den Pflanzen, Tieren und Menschen.

Es wird auch zwischen gutem Qi und schlechtem Qi unterschieden. Gutes Qi wird Sheng Qi genannt und ist voll mit Leben. Schlechtes Qi wird Sha Qi genannt und hat schädliche Energien.

Ein Haus das sauber und aufgeräumt ist, das frische Luft und Sonnenlicht hereinläßt, indem Fröhlichkeit vorherrscht ist gefüllt mit Scheng Qi. Ein schmutziges, dunkles und schlecht belüftetes Haus in dem es oft Streit gibt ist hingegen mit Scha Qi gefüllt. Qi wird durch den Wind verteilt und durch Wasser gehalten.

Die fünf Elemente oder Transformationen

Qi kann in fünf unterschiedliche Formen (Darstellungen, Transformationen) aufgeteilt werden. Wasser, Holz, Feuer, Metall und Erde. Diesen werden wiederum unterschiedliche Attribute zugeordnet.

Erde – Quadratisch und Würfelförmig, die Farben Braun, Gelb und Beige. Es ist anziehend, konzentriert und stabil
Metall – Kugelförmig, die Farben Weiß, Gold und Silber. Es ist durchdringend, scharf und spitz
Wasser – Wellenförmig oder undefinierbare Formen. Die Farben Schwarz und dunkel Blau, es läuft herab und ist frei.
Holz – Formen wie Stab oder Pfeiler, die Farbe Grün, es wächst aufwärts und ist robust.
Feuer – Dreieckige Formen, die Farben rot, orange, Lila und Rosa. Es breitet sich in alle Richtungen, es strahlt und ist heiß.
Diese fünf Elemente stehen wiederum in Abhängigkeit zu einander und können somit beeinflußt werden.

Yin und Yang

Yin und Yang sind die Grundlage der Chinesischen Philosophie. Yin und Yang ergänzen sich gegenseitig. Es gibt nichts das nur Yin oder nur Yang ist. Dies wird jeweils durch den kleinen schwarzen und weißen Punkt dargestellt. Yin und Yang ergänzen sich gegenseitig und formen so ein Ganzes. Um dies zu Erreichen sind Yin und Yang ständig in Bewegung.Zin und Zang, Tai Ji

Da Yin und Yang aber relativ sind lassen sich nur durch Vergleiche diese Attribute finden.Ein Tier ist verglichen mit einer Pflanze mehr Yang und die Pflanze ist mehr Yin. Vergleicht man nun die Pflanze mit einem Stein ist die Pflanze wiederum mehr Yang als der Stein.

Yin und Yang sind immer bestrebt in Harmonie zu einander zu stehen. Sie ziehen sich gegenseitig an. Sie bewegen sich ständig um einen Imaginären Optimalzustand. Yin und Yang sind ständig in “Bewegung” und Ändern sich ständig. Wenn wir uns Tagsüber bewegen sind wir mehr Yang als Nachts wenn wir schlafen. Aus Bewegung wird Ruhe, Aus Ruhe wird Bewegung.

Sie werden feststellen das es zum Teil unterschiede zwischen der westlichen Denkweise und der östlichen Denkweise gibt wenn man nur einzelne Begriffe betrachtet.
Weiblich ist in beiden Denkweisen Yin. Im Westen werden Licht, Inspiration und Seele mit dem Begriff Weiblich in Verbindung gebracht. Diese Dinge sind aber nach der Östlichen Denkweise nicht Yin sondern Yang.

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